Zed Mitchell
26. September 2026 –
Guitar Bluesrock
Minutenlange Zwiegespräche zwischen Vater und Sohn – und das auch noch vor der Bühne!
Zed Mitchell, ein schelmischer Herr mit 75 Jahren unter seiner schwarzen Lederjacke und gleichzeitig ein begnadeter Meister an der E-Gitarre, verwandelte den Kornsaal zusammen mit seinen drei Mitmusikern in einen mächtigen, lautstarken Rocktempel. Gespielt und gesungen wurden durchgängig nur Eigenkompositionen, rockig und bluesig, wobei die beste, die Zed Mitchell je in die Welt gesetzt habe, der zweite Gitarrist, nämlich sein Sohn Todor, sei – so seine eigene Aussage! Untermauert von Ralph Schlägers kräftigem, kalorienverschlingenden Schlagzeugpuls und den nimmermüden Basslinien Daniel Eberlings zauberten die beiden Gitarristen, fast ausschließlich rein mit den Fingern gespielt, also nahezu ohne Plektrum, zarte, furiose, vibrierende und wummernde Klangbilder. Vater und Sohn verstanden sich ausgezeichnet, stiegen auch zweimal von der Bühne herab, stellten sich direkt vor den Tisch anwesender Gitarrenfans und vollführten besondere Saiten-Dialoge, deren Text man ebenfalls gern verstanden hätte. War es ein Wettbewerb? Wer steht oben? Du oder ich? War es ein gegenseitiges Liebesbekenntnis? Auf jeden Fall war es hörenswerte Gitarrenkunst.
