Katalyn Hühnerfeld
29.03.2025 –
„Menschen muss man mögen“

„Menschen muss man mögen“ – ja, manche Tiere haben uns tatsächlich zum Fressen gern …
Kabarett und Comedy können kräftig über die Stränge schlagen, schließlich soll der Mensch, wenn es um Themen geht, die ihn selbst betreffen, nicht entspannt auf dem Sofa lümmeln, sondern sein Gehirn zum Laufen bringen. In ihrem zweistündigen Programm zeigte Katalyn Hühnerfeld eine enorme Variabilität: Reden über das eigene Leben mit Kindern, die „Dicker“ zu einem sagen, selbst wenn man eine Frau und dazu noch schlank ist. Auf der Ukulele begleitete Lieder, in denen Tiere den Menschen auf für uns unangenehme Weise loben. Pantomimisch übersetzte Einspieltexte mit blitzschnellen Rollenwechseln. Eine Gesangsstimme, die sich in ein Saxofon-Solo verwandelt. Ein sich akrobatisch drehender Erdring, der zu Wort kommend nichts mehr fürchtet als das langweilige ökologische Gleichgewicht. Auch sportlich ging es zu bei der Gebärdensprache, die alles, was mit „Rad“ zu tun hatte, in einen turnenden Radschlag übersetzte: die Erfindung des Rads, das Rad der Uhr, die Radiosendung, die Radioaktivität – da musste Katalyn Hühnerfeld zeigen, dass sie noch richtig Puste hat. Der Lacherfolg war mehr als gesichert. Zur Erholung gab es glücklicherweise einen Stuhl, auf dem sie ruhig sitzend aus den „Darwin Awards“ vorlas: die makabersten Todesfälle für posthume Berühmtheit – inspiriert von den abstrusen Ideen geltungsbedürftiger Menschen, die sich immer wieder an etlichen Stellen im Guiness Buch der Rekorde verewigen. Am Schluss mündete das Programm in einen farbigen Nebel, vor dem eine künstliche Person mit metallischer Perücke, Maske und verzerrter Automatenstimme davon sang, wie sehr sie als KI sich wünschte, endlich ein normaler Mensch zu werden! Für diese kurzweilige, spannende Performance: unser „dicker“ Dank!